Einblicke in den Himmel über uns
50/7-Wetter
20. August 2022, 03:32
Bewölkt
Bewölkt
17°C
Gefühlte Temperatur: 16°C
Aktueller Luftdruck: 1020 mb
Luftfeuchtigkeit: 90%
Wind: 3 m/s WSW
Böen: 5 m/s
Sonnenaufgang: 06:25
Sonnenuntergang: 20:38
Mehr...
 
Zitat des Tages

ZITAT DES TAGES

Neuer Messier-Guide

Die Messier-Objekte sind die schönsten Ziele des Deep-Sky. Für Hobby-Astronomen gibt es aber kaum praxistaugliche Hilfsmittel, um alle 110 Sternhaufen, Nebel und Galaxien aufzusuchen, zu fotografieren und zu beobachten. Der MESSIER-GUIDE bietet genau das in einer praxistauglichen Form. Kurze Texte, Daten, Karten, Fotos und Zeichnungen sind zu einem einzigartigen Werkzeug kombiniert – mit wasserabweisender Oberfläche und praktischer Ringbindung – für Einsteiger und Profis gleichermaßen geeignet. Der MESSIER-GUIDE ist ein Crowdfunding-Projekt des Oculum-Verlags. Interessierte Himmelsfreunde können dieses Projekt hier unterstützen.


Get Paint.NET!

Allgemein

Russische Wissenschaftler gegen den Ukraine-Krieg

Mehr als 6000 russische Wissenschaftler haben einen Offenen Brief gegen Putins Krieg in der Ukraine unterschrieben, berichtet das amerikanische Magazin „Politico“. Der Brief (in russischer Sprache) findet sich auf der Internetseite des unabhängigen russischen Wissenschaftsmagazins „Troitskyj Variant“. Hier die Übersetzung (mit Hilfe von DeepL):

Offener Brief russischer Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten gegen den Krieg mit der Ukraine (vollständige Liste der Unterschriften)

24.02.2022 /

Wir, russische Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten, protestieren nachdrücklich gegen die Militäraktion, die von den Streitkräften unseres Landes auf dem Gebiet der Ukraine durchgeführt wurde. Dieser fatale Schritt führt zu enormen Verlusten an Menschenleben und untergräbt die Grundlagen des etablierten Systems der internationalen Sicherheit. Die Verantwortung für die Entfesselung eines neuen Krieges in Europa liegt allein bei Russland.

Es gibt keine vernünftige Rechtfertigung für diesen Krieg. Versuche, die Lage im Donbass als Vorwand für eine Militäroperation zu nutzen, sind nicht glaubwürdig. Es ist klar, dass die Ukraine keine Bedrohung für die Sicherheit unseres Landes darstellt. Ein Krieg gegen sie ist unfair und offen gesagt sinnlos.

Die Ukraine war und ist ein Land, das uns nahe steht. Viele von uns haben Verwandte, Freunde und Kollegen in der Ukraine. Unsere Väter, Großväter und Urgroßväter haben gemeinsam gegen den Nationalsozialismus gekämpft. Die Entfesselung des Krieges für die geopolitischen Ambitionen der russischen Führung, getrieben von zweifelhaften geschichtspolitischen Phantasien, ist ein zynischer Verrat an ihrem Gedächtnis.

Wir respektieren die ukrainische Staatlichkeit, die sich auf wirklich funktionierende demokratische Institutionen stützt. Wir haben Verständnis für die europäische Entscheidung unserer Nachbarn. Wir sind überzeugt, dass alle Probleme in den Beziehungen zwischen unseren Ländern friedlich gelöst werden können.

Durch die Entfesselung des Krieges hat sich Russland selbst zur internationalen Isolation, zur Position eines Pariastaates verurteilt. Das bedeutet, dass wir Wissenschaftler nicht mehr in der Lage sein werden, unsere Arbeit richtig zu machen: Wissenschaftliche Forschung ist ohne eine umfassende Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Ländern nicht denkbar. Die Isolierung Russlands von der Welt bedeutet eine weitere kulturelle und technologische Degradierung unseres Landes, die keine positiven Perspektiven bietet. Ein Krieg mit der Ukraine ist ein Schritt ins Leere.

Wir sind uns bitter bewusst, dass unser Land, das zusammen mit anderen Republiken der ehemaligen Sowjetunion einen entscheidenden Beitrag zum Sieg über den Nationalsozialismus geleistet hat, nun zum Anstifter eines neuen Krieges auf dem europäischen Kontinent geworden ist. Wir fordern die sofortige Einstellung aller Militäraktionen gegen die Ukraine. Wir fordern die Achtung der Souveränität und territorialen Integrität des ukrainischen Staates. Wir fordern Frieden für unsere Länder.

(Es kommen immer mehr Unterschriften herein, und wir fügen so viele hinzu, wie wir können (es gibt jetzt mehr als 6.900 Unterschriften auf der Website).

An alle Akademiker, die den Aufruf gegen den Krieg unterzeichnen möchten!

Unterschreiben Sie über das Google-Formular. Bitte überstürzen Sie es nicht, erneut zu unterschreiben – es ist sehr wahrscheinlich, dass Ihre Unterschrift bereits in die Datenbank aufgenommen worden ist. Vor der Liste der Unterschriften steht eine Frist, innerhalb derer die Kommentare bearbeitet und veröffentlicht werden. Wenn Sie bis zu diesem Zeitpunkt unterschrieben haben und nicht auf der Liste stehen, senden Sie bitte eine E-Mail an sign@trv-science.ru. Bitte verwenden Sie diese Adresse nicht für andere Zwecke, z. B. für Erstunterschriften.

Wenn Sie sich angemeldet haben, aber nicht auf der Liste stehen:

  • Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie nicht erreicht wurden. Bitte warten Sie einen Tag oder einen halben Tag. Wenn Sie mehr als einmal unterschrieben haben, haben wir technische Probleme;
  • Möglicherweise haben Sie Ihren Vor- und Nachnamen nicht in den KOMMENTAR-KÖRPER geschrieben. Hier sollten Sie Ihre Unterschrift wiederholen, ohne Ihren Vor- und Nachnamen in getrennte Felder zu setzen. Leider müssen wir auf ein nicht sehr handliches Werkzeug zurückgreifen – das, was wir gerade zur Hand haben.
  • Wenn Sie noch nicht unterschreiben können, können Sie Ihre Unterschrift an sign@trv-science.ru senden.

Der Sternenhimmel im Februar 2018

Monatsallmanach zum 15. Februar 2018 (Grafik: GbS StarMap).

 

Merkur ist wegen seiner Sonnennähe nicht zu beobachten. Am 16. Februar steht er im Sternbild Steinbock in oberer Konjunktion mit der Sonne, d.h. er befindet sich von der Erde aus betrachtet hinter der Sonne.

Venus vergrößert langsam den östlichen Abstand von der Sonne und ist zum Monatsende allmählich am abendlichen Himmel zu sehen. Zur Monatsmitte sinkt Venus gegen 18:28 Uhr (MEZ) unter den Horizont, am 28. Februar geht sie um etwa 18:08 Uhr unter.

Mars erhebt sich immer früher über den Horizont: Am 15. Februar um 3:21 Uhr (Untergangszeit: 11:39 Uhr) und am 28. Februar um 3:09 Uhr (Untergang: 11:14 Uhr).

Jupiter beherrscht im Februar die zweite Nachthälfte. Er geht am 15. Februar um 1:34 Uhr auf und um 10:44 Uhr unter. Am 28. Februar steigt der Gasriese bereits eine Dreiviertelstunde nach Mitternacht über den Horizont und geht um 9:55 Uhr unter.

Saturn verlegt seine Auf- und Untergangszeiten aus den frühen Morgenstunden zurück in die frühere zweite Nachthälfte. Während der Ringplanet zur Monatsmitte gegen 5:10 Uhr über den Horizont klettert und um 13:18 Uhr untergeht, ist er am 28. Februar schon um 4:23 Uhr am südöstlichen Himmel zu sehen und geht um 12:32 Uhr unter.

Uranus steht bei Sonnenuntergang schon tief im Westen. Er klettert am 15. Februar um 9:33 Uhr über den Horizont und geht um 23:09 Uhr unter. Am Monatsende geht der Gasriese gegen 8:42 Uhr auf und sinkt um 22:21 Uhr unter den Horizont.

Neptun hält sich am Taghimmel auf. In der Monatsmitte geht er um 8:20 Uhr auf und um 19:13 Uhr unter. Zum Ende des Monats Februar steigt er um 7:29 Uhr über den Horizont und geht gegen 18:25 Uhr unter.

Pluto, der am 24. August 2006 vom Planeten zum Zwergplaneten abgestuft wurde, entzieht sich im Februar noch weitgehend den Blicken. Er geht zur Monatsmitte um 6:04 Uhr auf und um 14:24 Uhr unter. Am letzten Tag des Monats klettert der Zwerg gegen 5:15 Uhr über den Horizont und sinkt um 13:35 Uhr darunter.

 

Das Beobachtungsdiagramm zeigt die Auf- und Untergangszeiten der Planeten sowie des Zwergplanets Pluto für den 15. Februar 2018 (MEZ). (Grafik: GbS StarMap)

 

Eine Liste besonderer Ereignisse im Februar kann hier heruntergeladen werden.

Sternfreunde treffen sich

Interessierte Hobby-Astronomen, Himmelsbeobachter und Sternfreunde sind herzlich eingeladen, sich jeden ersten Freitag im Monat bei Herbert A. Eberth, Birkenweg 8, in Welschneudorf zu treffen. Neben der Gelegenheit zu Information und Erfahrungsaustausch zum Thema Astronomie beschäftigen wir uns mit dem Sternenhimmel für den aktuellen Monat. Bei Interesse bitte vorher kurz anmelden. Weitere Informationen sowie Anmeldung unter der Telefonnummer 02608-944581 oder herbert.eberth[at]sternenzone.de.

NuSTAR entwirrt Geheimnis explodierender Sterne

Die Rätsel um die Entstehung der Supernova Cassiopeia A werden allmählich entwirrt. (Foto: NASA)

Die Rätsel um die Entstehung der Supernova Cassiopeia A werden allmählich entwirrt. (Foto: NASA)

Washington/Pasadena. (red) Eines der größten Geheimnisse in der Astronomie, wie Sterne als Supernova explodieren, wird mit Hilfe des Kern-Spektroskopie-Teleskops NuSTAR der NASA enträtselt.

Das Hochenergie-Röntgenobservatorium hat die erste Karte von radioaktivem Material eines Supernova-Überrests erstellt. Die Ergebnisse, die von einem Überrest, der Cassiopeia A (Cas A) genannt wird, stammen, zeigen, wie Schockwellen offenbar massive sterbende Sterne auseinanderreißen.

„Sterne sind kugelförmige Gasbälle, und so könnte man denken, dass, wenn sie ihr Leben beenden und explodieren, es aussieht wie ein gleichmäßiger Ball, der mit großer Energie expandiert“, sagte Fiona Harrison, leitende Wissenschaftlerin bei NuSTAR am California Institute of Technology ( Caltech ) in Pasadena. „Unsere neuen Ergebnisse zeigen, wie die das Herz oder der Motor der Explosion, verzerrt wird, vielleicht, weil die inneren Regionen vor der Detonation buchstäblich hin und her schwappen.“ Weiterlesen

Glühendes Ende einer perfekten Mission

Das ATV im Orbit. (Foto: ESA)

Das ATV im Orbit. (Foto: ESA)

Das vierte Automatische Transferfahrzeug (ATV) der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), Albert Einstein, schloss gestern mit seinem kontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und sicheren Verglühen über einem unbewohnten Gebiet des Südpazifik seine fünfmonatige Mission zur Versorgung der Internationalen Raumstation (ISS) ab.

Die ATV sind die technisch anspruchsvollsten Raumfahrzeuge, die je in Europa entwickelt wurden, und zugleich die größten und leistungsfähigsten Frachttransporter, die an der ISS andocken. „Der Missionsverlauf war perfekt – für das ATV-Team und mich selbst wie für jede Mission im Weltraum ist dies eine tolle Sache“, so der ATV-4-Missionsleiter Alberto Novelli. „Der reibungslose Ablauf dieser vierten Mission zeigt den Reifegrad des ATV-Programms und stellt eine vielversprechende Ausgangsbasis für künftig ebenfalls erfolgreiche Vorhaben dar.“ Weiterlesen

Meteoritenspektakel über Tscheljabinsk

Der Meteorit, der gestern bei Tscheljabinsk am Ural niederging, war nach Einschätzung von Wissenschaftlern der stärkste Bolide seit dem so genannten Tunguska-Ereignis. Durch die Druckwelle nach der Explosion des Meteoriten gingen in Tscheljabinsk massenweise Glasscheiben zu Bruch, wodurch jüngsten Nachrichtenmeldungen zufolge rund 1200 Menschen verletzt wurden. Weiterlesen

Außergewöhnliches Himmelsspektakel Ende 2013

Ein besonderes Himmelsspektakel wird es Ende 2013 geben. Für diesen Zeitpunkt erwarten Astronomen den möglicherweise hellsten Kometen, den heute lebende Menschen jemals zu Gesicht bekommen werden. Es handelt sich um den jüngst entdeckten Schweifstern C/2012 S1 (ISON), der sich unserer Sonne voraussichtlich bis auf rund 1,8 Millionen Kilometer nähern wird. Der Komet bewegt sich derzeit in rund 990 Millionen Kilometern Entfernung durch das Sternbild Krebs. Seine Helligkeit ist nach Angaben von Experten in den vergangenen Monaten stetig angestiegen. Am 26. Dezember 2013 kommt er der Erde am nächsten und passiert sie dann in rund 60 Millionen Kilometer Entfernung. Weiterlesen

Aprilhimmel im Zeichen von Mars und Saturn

Im April beherrscht Venus den Abendhimmel während der ersten Nachthälfte und erreicht am 31. April ihre größte Helligkeit.  Mars ist fast die ganze Nacht über sichtbar und Saturn kommt am 15. im Sternbild Jungfrau in Opposition zur Sonne. Sein Abstand von der Erde beträgt dann rund 1,3 Milliarden Kilometer (8,7 Astronomische Einheiten). Weiterlesen