• Sternfreunde treffen sich

    Interessierte Hobby-Astronomen, Himmelsbeobachter und Sternfreunde sind herzlich eingeladen, sich jeden ersten Freitag im Monat bei Herbert A. Eberth, Birkenweg 8, in Welschneudorf zu treffen. Neben der Gelegenheit zu Information und Erfahrungsaustausch zum Thema Astronomie beschäftigen wir uns mit dem Sternenhimmel für den aktuellen Monat. Bei Interesse bitte vorher kurz anmelden. Weitere Informationen sowie Anmeldung unter der Telefonnummer 02608-944581 oder herbert.eberth[at]sternenzone.de.


  • Der Nachthimmel des Monats November

    Der südliche Sternenhimmel am 1. November 2026 (zum Vergrößern anklicken)
    Der südliche Sternenhimmel am 15. November 2026, 22 Uhr (zum Vergrößern anklicken).

     

    Merkur und Venus sind im Schlepptau der Sonne längst unter den Horizont gesunken. Merkurs Aufgangszeiten verschieben sich in der zweiten Monatshälfte allmählich in die frühen Morgenstunden. Geht er am 1. November noch gegen 7:24 Uhr auf, so steigt er zur Monatsmitte bereits um 6:00 Uhr über den Horizont und geht am 19. November um 5:58 Uhr auf. Anschließend verspäten sich seine Aufgänge, und am 30. November steigt er erst um 6:28 Uhr über den Horizont.

    Der zunehmende Mond steht zur Monatsmitte im Südosten im Sternbild Wassermann. Neptun und Saturn folgen ihm, während Uranus sich ostnordöstlich über den Horizont erhebt. Saturn erreicht um 3:07 Uhr hoch im Süden seinen Kulminationspunkt. Jupiter und Mars hingegen sind schon lange unter dem Horizont verschwunden. 

    Der mit Fernglas oder Teleskop gut zu sehende Kugelsternhaufen M 30 im Sternbild Steinbock steht gegen 22 Uhr bei seinem Meridiandurchgang im Süden etwa 16 Grad über der Horizontlinie.

    Die Venus nimmt ihre Rolle als Morgenstern ein und ist am 1. November ab 6:25 Uhr zu sehen. Zur Monatsmitte geht sie bereits um 5:06 Uhr auf und steigt am Monatsende um 4:24 Uhr über den Horizont. Das rötliche Schimmern des Mars ist am Monatsanfang ab 23:43 Uhr im Osten zu sehen. Zur Monatsmitte überquert er um 23:29 Uhr die Horizontlinie und ist in der Nacht zum 30. November bereits um 23:00 Uhr zu sehen.

    Jupiter geht am 1. November um 00:17 Uhr auf und erreicht seinen höchsten Punkt (Kulmination) um 7:32 Uhr. In der Nacht zum 15. November überquert er gegen 23:30 Uhr den Horizont und steht um 6:39 Uhr am höchsten Punkt seiner Bahn im Süden. Zum Monatsende ist er ab 22:36 Uhr zu sehen und kulminiert um 5:43 Uhr. Saturn steigt zu Monatsbeginn um 16:13 Uhr über den Horizont und steht um 22:22 Uhr im Süden am höchsten. Mitte des Monats geht er um 15:17 Uhr auf und erreicht um 21:24 Uhr den höchsten Punkt seiner Bahn am südlichen Himmel.

    Der lichtschwache Uranus (5,59 Magnituden) klettert zum Monatsanfang kurz nach 18 Uhr über die Horizontlinie und erreicht seinen Kulminationspunkt um 1:54 Uhr. In der Nacht vom 25. zum 26. November steht der blau-grüne Planet in Opposition zur Sonne und bietet somit eine gute Gelegenheit, ihn mit einem Fernglas oder Teleskop zu beobachten. Neptun, der am weitesten entfernte Begleiter der Sonne, steigt am 1. November um 15:49 Uhr über den Horizont und steht gegen 21:53 Uhr 25° hoch im Süden. Zur Monatsmitte überquert er ab 14:54 Uhr die Horizontlinie und kulminiert gegen 21 Uhr. Am letzten Tag des Monats geht er bereits um 13:54 Uhr auf und steht gegen 20 Uhr im Süden am höchsten.

    Pluto, seit dem 24. August 2006 nur noch ein Zwergplanet, bewegt sich zu Beginn des Monats ab 14:09 Uhr über den Horizont und steht um 18:09 Uhr etwa 16° hoch über dem südlichen Horizont. Bis zum Monatsende verschieben sich seine Aufgangs- und Kulminationszeiten um etwa eine Stunde zurück.

     

    Das Beobachtungsdiagramm zeigt die Sichtbarkeit der Planeten zur Monatsmitte im November. (Ǵrafik: GbS StarMap)

    Das Dämmerungsdiagramm verdeutlicht, wie schnell die Tageslänge in den nächsten Wochen noch abnimmt. (Grafik: GBS-StarMap)
    Die Grafik zeigt die Position der inneren Planeten sowie von Jupiter zur Mitte des Monats Januar auf ihren Umlaufbahnen. (Grafik: GbS StarMap)

  • Experiment gescheitert: Mars-Maulwurf wühlt nicht mehr

    Der „Mars-Maulwurf“ ist stecken geblieben. Alle Versuche, die Sonde weiter in den Marsboden zu treiben, sind fehlgeschlagen. (Foto: NASA/JPL – Caltech)

    Zwei Jahre lang hat der Mars-Maulwurf versucht, sich tiefer in den Boden einzugraben. Jetzt ist seine Reise zu Ende. Wissenschaftler und Ingenieure am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und am Jet Propulsion Laboratory (JPL) haben bis zuletzt daran gearbeitet, den „Mole“ (Maulwurf) zum Graben in die Zieltiefe von fünf Metern zu bringen. Der Maulwurf vom DLR, der an Bord der NASA-Landesonde InSight zum Mars geflogen ist, sollte unterhalb der Mars-Oberfläche Temperatur und Wärmefluss messen.

    Das InSight-Team am JPL der NASA in Pasadena (Kalifornien, USA) hat in den vergangenen Monaten den Maulwurf mit dem robotischen Arm der InSight-Sonde noch unter die Oberfläche bekommen und seitliche Hohlräume mit Marsboden verfüllt. Durch die zusätzliche seitliche Reibung sollte der Maulwurf weiter vordringen können. Nach sorgfältiger Vorbereitung brachten leider auch 500 Hammerschläge am vergangenen Samstag, 9. Januar, keinen erkennbaren Fortschritt.

    Der Maulwurf ist Teil des Experiments HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package). Eigentlich ist er eine 40 Zentimeter lange Rammsonde – also eine Art selbstschlagender Nagel – mit einem Durchmesser von 2,7 Zentimetern. Er zieht ein Flachbandkabel mit Temperatursensoren hinter sich her. Diese Sensoren sollten die aus dem Planeteninneren zur Oberfläche strömende Wärme messen. Dazu hätte sich der Maulwurf mindestens drei Meter tief eingraben müssen. Vor fast zwei Jahren, am 28. Februar 2019, wurde der Maulwurf in seinem auf den Marsboden abgesetzten Gehäuse zum ersten Mal aktiviert und begann, sich in den Untergrund zu hämmern. Continue reading → Post ID 268


  • SETI@Home wird beendet

    Mit dem bevorstehenden Ende von SETI@Home endet eines der größten wissenschaftlichen Mitmachprojekte in der Zeit des Internets. Seit Mai 1999 konnten interessierte Internetnutzer weltweit dank eines kleinen Computerprogramms dabei helfen, Aufnahmen des Arecibo-Radioteleskops nach Spuren außerirdischen Lebens zu durchsuchen. Rund 20 Jahre und rund 20 Milliarden Detektionen später wird das Projekt eingestellt. Es sei an der Zeit, auszuwerten, erklärt Mitgründer David Anderson im Interview mit der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“.