SternenZone 50/7

Einblicke in den Himmel über uns

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4. Oktober 2022, 09:36
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Neuer Messier-Guide

Die Messier-Objekte sind die schönsten Ziele des Deep-Sky. Für Hobby-Astronomen gibt es aber kaum praxistaugliche Hilfsmittel, um alle 110 Sternhaufen, Nebel und Galaxien aufzusuchen, zu fotografieren und zu beobachten. Der MESSIER-GUIDE bietet genau das in einer praxistauglichen Form. Kurze Texte, Daten, Karten, Fotos und Zeichnungen sind zu einem einzigartigen Werkzeug kombiniert – mit wasserabweisender Oberfläche und praktischer Ringbindung – für Einsteiger und Profis gleichermaßen geeignet. Der MESSIER-GUIDE ist ein Crowdfunding-Projekt des Oculum-Verlags. Interessierte Himmelsfreunde können dieses Projekt hier unterstützen.


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Sternfreunde treffen sich

Interessierte Hobby-Astronomen, Himmelsbeobachter und Sternfreunde sind herzlich eingeladen, sich jeden ersten Freitag im Monat bei Herbert A. Eberth, Birkenweg 8, in Welschneudorf zu treffen. Neben der Gelegenheit zu Information und Erfahrungsaustausch zum Thema Astronomie beschäftigen wir uns mit dem Sternenhimmel für den aktuellen Monat. Bei Interesse bitte vorher kurz anmelden. Weitere Informationen sowie Anmeldung unter der Telefonnummer 02608-944581 oder herbert.eberth[at]sternenzone.de.

Heute am Nachthimmel

Mond und Mars stehen am Mittwoch, 22. Juni 2022, um 21:19 nahe beieinander. In diesem Augenblick ist der Mond 1,6° südsüdöstlich von Mars zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt sind die beiden Objekte nicht sichtbar. Gut zu beobachten sind sie am Donnerstag, 23. Juni 2022 um 2:39, wenn ihr Abstand 3,4° beträgt. Die Tabelle zeigt weitere nahe Begegnungen sowie andere interessante Ereignisse in den nächsten Tagen. (Quelle: Mobile Observatory/Sky Tonight)

Russische Wissenschaftler gegen den Ukraine-Krieg

Mehr als 6000 russische Wissenschaftler haben einen Offenen Brief gegen Putins Krieg in der Ukraine unterschrieben, berichtet das amerikanische Magazin „Politico“. Der Brief (in russischer Sprache) findet sich auf der Internetseite des unabhängigen russischen Wissenschaftsmagazins „Troitskyj Variant“. Hier die Übersetzung (mit Hilfe von DeepL):

Offener Brief russischer Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten gegen den Krieg mit der Ukraine (vollständige Liste der Unterschriften)

24.02.2022 /

Wir, russische Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten, protestieren nachdrücklich gegen die Militäraktion, die von den Streitkräften unseres Landes auf dem Gebiet der Ukraine durchgeführt wurde. Dieser fatale Schritt führt zu enormen Verlusten an Menschenleben und untergräbt die Grundlagen des etablierten Systems der internationalen Sicherheit. Die Verantwortung für die Entfesselung eines neuen Krieges in Europa liegt allein bei Russland.

Es gibt keine vernünftige Rechtfertigung für diesen Krieg. Versuche, die Lage im Donbass als Vorwand für eine Militäroperation zu nutzen, sind nicht glaubwürdig. Es ist klar, dass die Ukraine keine Bedrohung für die Sicherheit unseres Landes darstellt. Ein Krieg gegen sie ist unfair und offen gesagt sinnlos.

Die Ukraine war und ist ein Land, das uns nahe steht. Viele von uns haben Verwandte, Freunde und Kollegen in der Ukraine. Unsere Väter, Großväter und Urgroßväter haben gemeinsam gegen den Nationalsozialismus gekämpft. Die Entfesselung des Krieges für die geopolitischen Ambitionen der russischen Führung, getrieben von zweifelhaften geschichtspolitischen Phantasien, ist ein zynischer Verrat an ihrem Gedächtnis.

Wir respektieren die ukrainische Staatlichkeit, die sich auf wirklich funktionierende demokratische Institutionen stützt. Wir haben Verständnis für die europäische Entscheidung unserer Nachbarn. Wir sind überzeugt, dass alle Probleme in den Beziehungen zwischen unseren Ländern friedlich gelöst werden können.

Durch die Entfesselung des Krieges hat sich Russland selbst zur internationalen Isolation, zur Position eines Pariastaates verurteilt. Das bedeutet, dass wir Wissenschaftler nicht mehr in der Lage sein werden, unsere Arbeit richtig zu machen: Wissenschaftliche Forschung ist ohne eine umfassende Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Ländern nicht denkbar. Die Isolierung Russlands von der Welt bedeutet eine weitere kulturelle und technologische Degradierung unseres Landes, die keine positiven Perspektiven bietet. Ein Krieg mit der Ukraine ist ein Schritt ins Leere.

Wir sind uns bitter bewusst, dass unser Land, das zusammen mit anderen Republiken der ehemaligen Sowjetunion einen entscheidenden Beitrag zum Sieg über den Nationalsozialismus geleistet hat, nun zum Anstifter eines neuen Krieges auf dem europäischen Kontinent geworden ist. Wir fordern die sofortige Einstellung aller Militäraktionen gegen die Ukraine. Wir fordern die Achtung der Souveränität und territorialen Integrität des ukrainischen Staates. Wir fordern Frieden für unsere Länder.

(Es kommen immer mehr Unterschriften herein, und wir fügen so viele hinzu, wie wir können (es gibt jetzt mehr als 6.900 Unterschriften auf der Website).

An alle Akademiker, die den Aufruf gegen den Krieg unterzeichnen möchten!

Unterschreiben Sie über das Google-Formular. Bitte überstürzen Sie es nicht, erneut zu unterschreiben – es ist sehr wahrscheinlich, dass Ihre Unterschrift bereits in die Datenbank aufgenommen worden ist. Vor der Liste der Unterschriften steht eine Frist, innerhalb derer die Kommentare bearbeitet und veröffentlicht werden. Wenn Sie bis zu diesem Zeitpunkt unterschrieben haben und nicht auf der Liste stehen, senden Sie bitte eine E-Mail an sign@trv-science.ru. Bitte verwenden Sie diese Adresse nicht für andere Zwecke, z. B. für Erstunterschriften.

Wenn Sie sich angemeldet haben, aber nicht auf der Liste stehen:

  • Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie nicht erreicht wurden. Bitte warten Sie einen Tag oder einen halben Tag. Wenn Sie mehr als einmal unterschrieben haben, haben wir technische Probleme;
  • Möglicherweise haben Sie Ihren Vor- und Nachnamen nicht in den KOMMENTAR-KÖRPER geschrieben. Hier sollten Sie Ihre Unterschrift wiederholen, ohne Ihren Vor- und Nachnamen in getrennte Felder zu setzen. Leider müssen wir auf ein nicht sehr handliches Werkzeug zurückgreifen – das, was wir gerade zur Hand haben.
  • Wenn Sie noch nicht unterschreiben können, können Sie Ihre Unterschrift an sign@trv-science.ru senden.

Experiment gescheitert: Mars-Maulwurf wühlt nicht mehr

Der „Mars-Maulwurf“ ist stecken geblieben. Alle Versuche, die Sonde weiter in den Marsboden zu treiben, sind fehlgeschlagen. (Foto: NASA/JPL – Caltech)

Zwei Jahre lang hat der Mars-Maulwurf versucht, sich tiefer in den Boden einzugraben. Jetzt ist seine Reise zu Ende. Wissenschaftler und Ingenieure am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und am Jet Propulsion Laboratory (JPL) haben bis zuletzt daran gearbeitet, den „Mole“ (Maulwurf) zum Graben in die Zieltiefe von fünf Metern zu bringen. Der Maulwurf vom DLR, der an Bord der NASA-Landesonde InSight zum Mars geflogen ist, sollte unterhalb der Mars-Oberfläche Temperatur und Wärmefluss messen. Das InSight-Team am JPL der NASA in Pasadena (Kalifornien, USA) hat in den vergangenen Monaten den Maulwurf mit dem robotischen Arm der InSight-Sonde noch unter die Oberfläche bekommen und seitliche Hohlräume mit Marsboden verfüllt. Durch die zusätzliche seitliche Reibung sollte der Maulwurf weiter vordringen können. Nach sorgfältiger Vorbereitung brachten leider auch 500 Hammerschläge am vergangenen Samstag, 9. Januar, keinen erkennbaren Fortschritt. Weiterlesen

SETI@Home wird beendet

Mit dem bevorstehenden Ende von SETI@Home endet eines der größten wissenschaftlichen Mitmachprojekte in der Zeit des Internets. Seit Mai 1999 konnten interessierte Internetnutzer weltweit dank eines kleinen Computerprogramms dabei helfen, Aufnahmen des Arecibo-Radioteleskops nach Spuren außerirdischen Lebens zu durchsuchen. Rund 20 Jahre und rund 20 Milliarden Detektionen später wird das Projekt eingestellt. Es sei an der Zeit, auszuwerten, erklärt Mitgründer David Anderson im Interview mit der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“.

Der Sternenhimmel im Februar 2018

Monatsallmanach zum 15. Februar 2018 (Grafik: GbS StarMap).

 

Merkur ist wegen seiner Sonnennähe nicht zu beobachten. Am 16. Februar steht er im Sternbild Steinbock in oberer Konjunktion mit der Sonne, d.h. er befindet sich von der Erde aus betrachtet hinter der Sonne.

Venus vergrößert langsam den östlichen Abstand von der Sonne und ist zum Monatsende allmählich am abendlichen Himmel zu sehen. Zur Monatsmitte sinkt Venus gegen 18:28 Uhr (MEZ) unter den Horizont, am 28. Februar geht sie um etwa 18:08 Uhr unter.

Mars erhebt sich immer früher über den Horizont: Am 15. Februar um 3:21 Uhr (Untergangszeit: 11:39 Uhr) und am 28. Februar um 3:09 Uhr (Untergang: 11:14 Uhr).

Jupiter beherrscht im Februar die zweite Nachthälfte. Er geht am 15. Februar um 1:34 Uhr auf und um 10:44 Uhr unter. Am 28. Februar steigt der Gasriese bereits eine Dreiviertelstunde nach Mitternacht über den Horizont und geht um 9:55 Uhr unter.

Saturn verlegt seine Auf- und Untergangszeiten aus den frühen Morgenstunden zurück in die frühere zweite Nachthälfte. Während der Ringplanet zur Monatsmitte gegen 5:10 Uhr über den Horizont klettert und um 13:18 Uhr untergeht, ist er am 28. Februar schon um 4:23 Uhr am südöstlichen Himmel zu sehen und geht um 12:32 Uhr unter.

Uranus steht bei Sonnenuntergang schon tief im Westen. Er klettert am 15. Februar um 9:33 Uhr über den Horizont und geht um 23:09 Uhr unter. Am Monatsende geht der Gasriese gegen 8:42 Uhr auf und sinkt um 22:21 Uhr unter den Horizont.

Neptun hält sich am Taghimmel auf. In der Monatsmitte geht er um 8:20 Uhr auf und um 19:13 Uhr unter. Zum Ende des Monats Februar steigt er um 7:29 Uhr über den Horizont und geht gegen 18:25 Uhr unter.

Pluto, der am 24. August 2006 vom Planeten zum Zwergplaneten abgestuft wurde, entzieht sich im Februar noch weitgehend den Blicken. Er geht zur Monatsmitte um 6:04 Uhr auf und um 14:24 Uhr unter. Am letzten Tag des Monats klettert der Zwerg gegen 5:15 Uhr über den Horizont und sinkt um 13:35 Uhr darunter.

 

Das Beobachtungsdiagramm zeigt die Auf- und Untergangszeiten der Planeten sowie des Zwergplanets Pluto für den 15. Februar 2018 (MEZ). (Grafik: GbS StarMap)

 

Eine Liste besonderer Ereignisse im Februar kann hier heruntergeladen werden.

Der Sternhimmel im November 2016

Anblick des Sternenhimmels am 1. November, 22 Uhr (MEZ). Uranus und Neptun stehen links und rechts des Südmeridians in den Sternbildern Fische und Wassermann.

Anblick des Sternenhimmels am 1. November, 22 Uhr (MEZ). Uranus und Neptun stehen links und rechts des Südmeridians in den Sternbildern Fische und Wassermann.

 

ansicht-15-11-2016

Der Sternhimmel am 15. November, 22 Uhr: Die mit bloßem Auge nicht sichtbaren Planeten Uranus und Neptun ziehen mit den Sternbildern Fische und Wassermann entlang der Ekliptik. Gegen 4 Uhr morgens erscheint Jupiter im Osten über dem Horizont.

 

ansicht-30-11-2016

Der Sternenhimmel am 30. November: Während Neptun sich allmählich vom Abendhimmel zurückzieht, steht Neptun westlich des Südmeridians noch hoch am Himmel.

 

konjunktionen

Die Konjunktionen von Mond und Planeten im November: Zum genauen Zeitpunkt sind die Konstellationen meist nicht sichtbar. Die beste Sichtbarkeit kann dem untenstehenden Kalender entnommen werden.

 

planeten-november-2016

Die Ephemeriden der Planeten am 15. November, 0 Uhr.

 

sichtbarkeit-objekte

Sichtbarkeitsdaten für interessante Himmelsobjekte in der Zeit vom 15./16. November. (Grafiken: RedShift 7)

Weihnachtsbesuch eines Asteroiden ohne Folgen

Am Heiligabend 2015 wird der Asteroid mit der Bezeichnung „2003 SD220“ in einem Abstand von rund 11 Millionen Kilometern (0,07 Astronomische Einheiten) und einer relativen Geschwindigkeit von 7,8 Kilometern pro Sekunde (28.000 Stundenkilometer) die Erde passieren. Das ist etwa das 28-Fache der Entfernung Erde-Mond.

Neuere Daten des NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) lassen darauf schließen, dass der Asteroid deutlich kleiner ist als zunächst angenommen. Astronomen hatten den Durchmesser des Himmelskörpers auf rund 1,3 Kilometer geschätzt. Inzwischen wurden diese Angaben auf etwa 0,7 Kilometer korrigiert. Weiterlesen

Neues Lebenszeichen von Rosetta-Lander Philae

Der Rosetta-Lander "Philae" (Foto: Wikipedia)

Der Rosetta-Lander „Philae“ (Foto: Wikipedia)

Köln. (red) Der Lander Philae – Teil des Kometenforschungsprojektes „Rosetta“ der Europäischen Weltraumorganisation ESA – hat am 9. Juli von 19.45 Uhr bis 20.07 Uhr erneut Daten gesendet – darunter auch Mess-Daten des Instruments CONSERT (COmet Nucleus Sounding Experiment by Radiowave Transmission). CONSERT wird mit Hilfe der Rosetta-Sonde elektromagnetische Wellenausbreitung durch den Kern des Kometen Churyumov-Gerasimenko messen, um so über dessen innere Struktur und der Zusammensetzung Rückschlüsse zu ziehen.

Auch wenn die Verbindung mehrfach abbrach, blieb ein Kontakt zu Philae über insgesamt zwölf Minuten stabil. „Philaes Lebenszeichen beweist uns, dass die Kommunikationseinheit am Lander weiterhin funktioniert und unsere Kommandos empfängt“, sagt Dr. Koen Geurts, Ingenieur beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), aus dem Lander-Kontrollraumteam am DLR Köln. Weiterlesen