• Category Archives Mars
  • Heute am Nachthimmel

    Der heutige Abendhimmel um 22 Uhr mit Blick nach Süden. (Grafik: Stellarium)

     

    Merkur und Venus sind im Schlepptau der Sonne bereits unter den Horizont gesunken. Mars und Jupiter dominieren heute Abend um 22 Uhr den Sternenhimmel im Süden. Der rötlich schimmernde Mars steht im Sternbild Zwillinge recht nahe beim Doppelstern Pollux (β Gemini) und erreicht um 23:37 Uhr hoch im Süden seinen Kulminationspunkt. Jupiter strahlt etwas oberhalb von Aldebaran (α Tauri) im Sternbild Stier. Saturn ist schon um 20:44 untergegangen.  Den Meridian passiert hat Uranus. Der blaue Gasplanet steht gegen 22 Uhr in südwestlicher Richtung leicht unterhalb des hellen Sternhaufens der Plejaden, ist sehr lichtschwach und nur unter perfekten Bedingungen mit bloßem Auge sichtbar. Auch der blaue Gasplanet Neptun ist nicht mehr am Abendhimmel zu sehen.


    Das Beobachtungsdiagramm zeigt die Sichtbarkeit der Planeten zur Monatsmitte im Januar. (Ǵrafik: GbS StarMap)

    Die Grafik zeigt die Position der inneren Planeten sowie von Jupiter zur Mitte des Monats Januar auf ihren Umlaufbahnen. (Grafik: GbS StarMap)

    Der Dämmerungsverlauf im Januar 2025. (Grafik: GbS StarMap)

  • Experiment gescheitert: Mars-Maulwurf wühlt nicht mehr

    Der „Mars-Maulwurf“ ist stecken geblieben. Alle Versuche, die Sonde weiter in den Marsboden zu treiben, sind fehlgeschlagen. (Foto: NASA/JPL – Caltech)

    Zwei Jahre lang hat der Mars-Maulwurf versucht, sich tiefer in den Boden einzugraben. Jetzt ist seine Reise zu Ende. Wissenschaftler und Ingenieure am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und am Jet Propulsion Laboratory (JPL) haben bis zuletzt daran gearbeitet, den „Mole“ (Maulwurf) zum Graben in die Zieltiefe von fünf Metern zu bringen. Der Maulwurf vom DLR, der an Bord der NASA-Landesonde InSight zum Mars geflogen ist, sollte unterhalb der Mars-Oberfläche Temperatur und Wärmefluss messen.

    Das InSight-Team am JPL der NASA in Pasadena (Kalifornien, USA) hat in den vergangenen Monaten den Maulwurf mit dem robotischen Arm der InSight-Sonde noch unter die Oberfläche bekommen und seitliche Hohlräume mit Marsboden verfüllt. Durch die zusätzliche seitliche Reibung sollte der Maulwurf weiter vordringen können. Nach sorgfältiger Vorbereitung brachten leider auch 500 Hammerschläge am vergangenen Samstag, 9. Januar, keinen erkennbaren Fortschritt.

    Der Maulwurf ist Teil des Experiments HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package). Eigentlich ist er eine 40 Zentimeter lange Rammsonde – also eine Art selbstschlagender Nagel – mit einem Durchmesser von 2,7 Zentimetern. Er zieht ein Flachbandkabel mit Temperatursensoren hinter sich her. Diese Sensoren sollten die aus dem Planeteninneren zur Oberfläche strömende Wärme messen. Dazu hätte sich der Maulwurf mindestens drei Meter tief eingraben müssen. Vor fast zwei Jahren, am 28. Februar 2019, wurde der Maulwurf in seinem auf den Marsboden abgesetzten Gehäuse zum ersten Mal aktiviert und begann, sich in den Untergrund zu hämmern. Continue reading  Post ID 1641


  • Eindrucksvolle Vulkanspuren auf dem Mars

    Perspektivische Ansicht von Tractus Catena (Foto: DLR)
    Perspektivische Ansicht von Tractus Catena (Foto: DLR)

    Ungewöhnliche Bilder von der Vulkanregion Tharsis auf dem Mars, die fast so groß ist wie Europa, hat das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebene Kamerasystem HRSC auf der ESA-Raumsonde Mars Express bereits im vergangenen Jahr aufgenommen. Passend zur Präsenz unseres Nachbarplaneten am Abendhimmel im Monat April zeigt das DLR diese Bilder auf seiner Internetseite. Sie geben einen Eindruck davon, wie das Marshochland infolge vulkanischer Prozesse zu einem mehrere Tausend Meter hohen Schild aufgewölbt wurde. In diesem Gebiet können zahlreiche ungewöhnliche Landschaftsphänomene beobachtet werden.

    Die HRSC-Kamera nahm eine Reihe von geradlinigen Bruchstrukturen auf, entlang deren Verlauf sich Ketten von bis zu 1500 Meter tiefen Trichtern gebildet haben. Über die Entstehung dieser Trichterketten sind sich die Marsforscher noch uneins. Hier weiterlesen.