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Herschel-Medaille für Michael Kramer

Royal Astronomical Society ehrt Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie

Von der Royal Astronomical Society geehrt: Michael Kramer, Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie.  (Foto: MPIfR / Norbert Junkes)

Von der Royal Astronomical Society geehrt: Michael Kramer, Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie. (Foto: MPIfR / Norbert Junkes)

Bonn. Für seine Arbeiten im Bereich der Gravitationsphysik zeichnet die englische Royal Astronomical Society Michael Kramer, Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie, mit der Herschel-Medaille aus. Kramer gelangen unter anderem die besten Tests von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie für starke Gravitationsfelder.

Nachdem er im Jahr 1995 mit einer Arbeit über Pulsare und Neutronensterne an der Universität Bonn promovierte, war Michael Kramer zunächst Post-Doktorand am Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Nach einem Otto-Hahn-Stipendium an der University of California, Berkeley, wurde er 1999 Lecturer an der University of Manchester. Im Jahr 2006 berief ihn die englische Hochschule zum Professor für Astrophysik. Zwei Jahre später erhielt er einen Advanced Grant des European Research Council von 2,5 Millionen Euro für ein Projekt zur Erforschung der Gravitation mit Hilfe von Pulsaren und Schwarzen Löchern.

Seit 2009 ist Kramer zudem Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, wo er die Forschungsgruppe „Radioastronomische Fundamentalphysik“ leitet. Als deutscher Vertreter gehört er der internationalen SKA-Organisation an; das Square Kilometre Array ist ein weltumspannendes Projekt für ein zukünftiges Radioteleskop mit revolutionärer Technik.

In seinen wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt sich der Max-Planck-Direktor vor allem mit der Beobachtung von Pulsaren – ausgebrannten, schnell rotierenden Sternen. Am Doppelpulsarsystem J0737-3039 testete er mit bisher unübertroffener Genauigkeit Voraussagen der Einsteinschen Relativitätstheorie.

Er hat als erster die Existenz der relativistischen Kreiselbewegung eines Pulsars in einem Doppelsternsystem bestätigt. Nach der Allgemeinen Relativitätstheorie führt die Bewegung eines Pulsars im Gravitationsfeld eines Begleitsterns zu einer kontinuierlichen Änderung der Richtung seiner Rotationsachse (geodätische Präzession). Michael Kramer ist es 1998 mit Hilfe des 100-Meter-Radioteleskops in Effelsberg zum ersten Mal gelungen, diese vorhergesagte Richtungsänderung zu messen. Dazu beobachtete er den Pulsar PSR B1913+16, für dessen Entdeckung Russell Hulse und Joseph Taylor 1993 den Nobelpreis erhalten haben.

Im Jahr 2009 wurde Michael Kramer für seine fundamentalen Beiträge zur Pulsar-Astrophysik mit dem Marcel Grossmann Award geehrt. Die Herschel-Medaille der Royal Astronomical Society wird seit 1974 alle drei und seit 2004 alle zwei Jahre für hervorragende Leistungen in der beobachtenden Astrophysik verliehen. Zu den Preisträgern zählen unter anderem Jocelyn Bell, federführend bei der Entdeckung der ersten Pulsare, sowie Arno Penzias und Robert W. Wilson, die Entdecker der kosmischen Hintergrundstrahlung (Nobelpreis für Physik 1978).

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